Januar, 2018
Innovation & Trends

Virtual und Augmented Reality: Technologien mit Potenzial fürs E-Business? – Teil 1

Bei e-sphere pflegen wir den offenen Gedankenaustausch – ohne Hierarchien, ohne Grenzen, ohne Denkverbote. Denn so entstehen oft die besten Ideen, mit denen wir unsere Projekte vorantreiben und unser Leistungsspektrum erweitern können.

Diesmal sprechen Felix, Łukasz und Jaromir über ihre ersten Erfahrungen mit Virtual und Augmented Reality – nicht zuletzt um herauszufinden, wie sich die innovativen Technologien auch in E-Business-Lösungen sinnvoll nutzen lassen.

… damals redeten alle über Google Glass …

Felix: Ich denke, es war um 2013, als ich zum ersten Mal mit Augmented Reality in Berührung kam – damals redeten alle über Google Glass, und dass alle bald nur noch mit diesen Brillen herumlaufen würden, die einen unterwegs in Echtzeit mit Informationen versorgen. Auch die ersten massentauglichen Virtual-Reality-Systeme müssen um diese Zeit herausgekommen sein …

Jaromir: Augmented Reality hat sich im Konsumbereich heute ja schon fest etabliert – man denke nur an entsprechende Features für Smartphone-Kameras oder RFID-Lösungen. VR spielt meines Erachtens lediglich im Gaming-Sektor eine grössere Rolle. Fürs E-Business ist das noch Zukunftsmusik.

… plötzlich stehst du virtuell im Wohnzimmer und blickst raus auf den Pool …

Łukasz: Naja, das würde ich so nicht sagen. Während eines Praktikums bei einer kleinen Start-up-Firma entwickelten wir eine App für den Wohnungsmarkt. Mit Hilfe von VR-Gear wie Googles Oculus Rift sollte man an jedem Ort der Welt eine virtuelle Tour von Immobilien-Objekten absolvieren können. Dazu mussten die Makler lediglich 360-Grad-Aufnahmen der Gebäude und Räumlichkeiten in die App laden und mit ein bisschen Drag & Drop die virtuelle Tour zusammenklicken.

Felix: Und wie war Dein Eindruck?

Łukasz: Ich dachte einfach nur, wow, das ist grossartig! Stell Dir vor, Du bist ein grosses Tier in New York und willst in Zürich 5.000.000 Dollar für eine Villa ausgeben. Also schaust Du bei Deinem Makler in Manhattan vorbei. Der setzt Dir den VR-Helm auf und zeigt Dir ein paar Objekte in der Schweiz. Du stehst plötzlich virtuell im Wohnzimmer und blickst raus auf den Pool. Und das ist erst der Anfang …

… zu auffällig, zu kompliziert, zu klobig …

Felix: Nun, meine ersten Eindrücke haben mich ziemlich enttäuscht. Mit dem iPhone hat es Apple geschafft, die gesamte Mobile-Technologie zu revolutionieren – weil das iPhone ästhetisch und benutzerfreundlich zugleich war. Bei den ersten AR- und VR-Systemen wusste ich gleich, dass sie sich nicht durchsetzen würden – zu auffällig, zu kompliziert, zu klobig. Heute denke ich aber schon etwas anders darüber.

Jaromir: Ich denke, es ist der richtige Weg, sich mit Informationen über die Objekte in der Umgebung versorgen zu lassen. Wer E-Business-Lösungen entwickelt oder einen Webshop betreibt, sollte aufmerksam verfolgen, wie sich AR-Technologien weiterentwickeln. Für VR sehe ich in einem Webshop noch nicht viel mehr Möglichkeiten, als sich 360-Grad-Ansichten von Produkten anzeigen zu lassen. Das weitere Potenzial von VR ist hier noch schwer abzuschätzen.

… das Potenzial beider Technologien ist riesig gross …

Łukasz: Das sehe ich ähnlich wie Du, Jaromir. Trotz meiner positiven ersten Erfahrungen bin ich immer noch sehr vorsichtig mit Prognosen, wie sich VR im E-Business durchsetzen wird. Es lässt sich einfach noch nicht sagen, ob VR zu signifikanten Umsatzsteigerungen führen kann.

Felix: Das Potenzial beider Technologien ist meines Erachtens riesig gross. Die wichtigste Frage lautet: Wie kann man AR und VR benutzerfreundlich einsetzen? Es geht für mich daher vor allem darum, die Hardware und Software entsprechend zu kombinieren und zusammen mit echten Menschen weiterzuentwickeln.

Die Zukunft von VR sehe ich immer noch im Erschaffen von Erlebnissen, also auf einer sehr emotionalen Ebene – sich beispielsweise in die Vergangenheit versetzen zu lassen oder weit entfernte Orte mittels VR zu besuchen.

Jaromir: Das hört sich ja auch noch recht vage an, Felix. Hast Du für Augmented Reality schon genauere Vorstellungen, wo die Entwicklung hinführen wird?

Felix: Bei Augmented Reality frage ich mich, wie sie die Geschäftsmodelle unserer Kunden verändern könnte …

In wenigen Tagen erfahren Sie im zweiten Teil unseres Gesprächs mehr darüber, wie Virtual- und Augmented-Reality-Technologien Privatleben und Arbeitswelt beeinflussen könnten. Müssen wir uns auf gravierende gesellschaftliche Veränderungen einstellen?

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