Februar, 2018
Innovation & Trends

Virtual und Augmented Reality: Technologien mit Potenzial fürs E-Business? – Teil 2

Revolutionäre Zukunftsvision oder überschätzter Hype? Im zweiten Teil ihres Gesprächs über Virtual und Augmented Reality diskutieren Felix, Łukasz und Jaromir darüber, wie sich die neuen Technologien in den nächsten Jahren auf unser Leben auswirken könnten, Stehen wir womöglich vor grösseren Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt?

Felix: Stellen wir uns vor, dass jeder Mensch auf der Welt so eine ästhetisch unauffällige AR-Brille aufsetzen kann. Die Brille erkennt z. B. an einem QR-Code das spezifische Produkt und liefert gleich eine Live-Montageanleitung mit. Und schon kann mir die Brille zeigen, wie ich ein Loch in eine Wand schneide und anschliessend Fenster und Fenstergriff montiere. Wenn die Anleitung in der Brille direkt mit der Realität zusammengeht, müsste die Montage doch ganz einfach sein? Oder wie schwer ist es dann noch, eine Steckdose korrekt zu verkabeln?

Das wirft weitere Fragen auf: Brauchen wir dann noch spezialisierte Handwerker? Wird der B2B-Handwerkermarkt überhaupt noch in dieser Grösse und Form weiterexistieren? Oder werden B2C-Firmen, welche heute vielleicht schon mit solchen Technologien experimentieren, die einfachen B2B-Retailer ablösen?

… Augmented Reality könnte die Gesellschaft und Marktstrukturen verändern …

Jaromir: Augmented Reality könnte also nicht nur unser Konsumerlebnis neu definieren, sondern sogar die Struktur unseres Arbeitsmarkts umkrempeln. Fallen Euch noch weitere Risiken ein, die man bei der Entwicklung von AR- und VR-Applikationen bedenken sollte?

Łukasz: Wie bei allen neuen Technologien besteht die Gefahr, dass man vor lauter Begeisterung den Nutzen für den Kunden aus den Augen verliert. Dann investiert man womöglich viel Geld, ohne etwas zurückzubekommen.

Jaromir: Sowohl VR als auch AR könnten zwischenmenschliche Beziehungen grundlegend verändern – auch negativ. VR mag bewirken, dass Menschen weniger physischen Kontakt miteinander haben. Und AR verringert die Notwendigkeit, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Warum sollte ich beispielsweise jemanden um Hilfe bitten, wenn ich von der Software sofort alle Antworten bekomme?

Generell gilt: Je umfassender Menschen durch Technologien unterstützt werden, desto weniger sind sie gezwungen, ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu kultivieren und Aufgaben gemeinsam zu lösen.

Felix: Ich sehe bei diesem Trend eigentlich kein Risiko. Es ist wichtig, sich an der Natur und am Menschen zu orientieren und einfache Lösungen zu finden – Lösungen, die mühsames Suchen von Informationen erleichtern und uns Zeit sparen helfen. Aber da gilt es ja noch einige Hürden zu meistern …

… nach dem ersten Wow-Effekt muss noch mehr kommen …

Łukasz: Ja, da gibt es aus meiner Sicht vor allem zwei Aspekte:

Zum einen die Frage, was man eigentlich erreichen will. Der Wow-Effekt sorgt zwar kurzzeitig für erhöhte Aufmerksamkeit, verpufft aber schnell. Wir müssen langfristig denken: Werden unsere Lösungen auch in zwei, drei oder fünf Jahren noch von Nutzen sein? Sind sie es wert, da einen Haufen Geld reinzupumpen?

Zum anderen geht es um Kosten und Ressourcen. Wer sich für VR oder AR entscheidet, muss viel investieren – nicht nur in Technik, sondern auch in gewiefte IT-Spezialisten, kontinuierliche Weiterbildung und in das Training der Nachwuchskräfte. Aber wenn es einem gelingt, ein tolles Team aus Spezialisten aufzubauen und sich das dann rumspricht – vielleicht klopft dann irgendwann Google an die Tür und will Deinen Laden für 10 Milliarden Dollar kaufen? Wer weiss? Man darf ja mal ein bisschen träumen. 😉

… Vorbehalte ernst nehmen …

Jaromir: AR-Lösungen für Handy gibt es ja schon. Bei AR-Brillen kommt es darauf an, wie schnell die technische Entwicklung voranschreitet und wann es möglich sein wird, derartiges Equipment zu einem erschwinglichen Preis anzubieten. Viele Leute werden solchen Lösungen auch zunächst noch misstrauisch gegenüberstehen.

Felix: Da heisst es dann einfach ausprobieren, ausprobieren und nochmals ausprobieren. Es ist wichtig, Menschen zu beobachten, um ihre Erfahrungen, Ängste und Vorbehalte in die Produktentwicklung mit einfliessen zu lassen. Wir brauchen viele Menschenkenner im IT-Bereich, um diesen neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen.

… das letzte Wort haben unsere Kunden …

Łukasz: Aber kommen wir zurück zum Thema: Wie profitieren e-sphere-Kunden vom aktuellen AR- und VR-Trend?

Felix: Wir sollten mit unseren Kunden darüber sprechen, wie man Geschäftsmodelle mit überschaubarem Aufwand schon jetzt ein bisschen fit für die Zukunft machen könnte – etwa durch eine verbesserte Präsentation von Produktdaten und Anleitungen.

Jaromir: Ja, e-sphere-Kunden würden sicher Lösungen schätzen, mit denen sich Informationen schneller und leichter auffinden lassen …

Łukasz: Von Vorteil wäre es auch, den Endverbraucher durch eine besonders attraktive Produktpräsentation im Web-Browser zum Kauf zu animieren …

Felix: Natürlich wäre es toll, wenn unsere Kunden uns selbst ihre Wünsche und Vorstellungen zur Einbindung von AR und VR in ihre E-Business-Lösungen mitteilen könnten. Deshalb unser Appell an alle, die unser Gespräch hier mitverfolgt haben: Diskutieren Sie mit uns weiter!

Schreiben Sie uns, was Sie von Augmented Reality und Virtual Reality im E-Business erwarten. Auf Wunsch nehmen unsere Spezialisten dann gerne mit Ihnen Kontakt auf.

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